Mein Weg in die Fotografie
Ich arbeite seit 1982 als Berufsfotograf. Wenn ich heute darauf zurückblicke, sind das mehr als vier Jahrzehnte Fotografie – und sehr viele unterschiedliche Aufgaben, Menschen, Orte und Motive.
Angefangen habe ich im Fotojournalismus. Diese Zeit hat meinen Blick stark geprägt. Man lernt, schnell zu reagieren, Situationen einzuschätzen, den richtigen Moment zu erkennen und Bilder zu machen, die etwas erzählen. Auch wenn ich heute überwiegend in der Werbe- und Industriefotografie arbeite, ist davon viel geblieben.
Seit 1992 konzentriere ich mich auf Fotografie für Unternehmen: Produkte, Architektur, Food, People, Industrie, Praxen und Räume. 1994 habe ich meine Meisterprüfung im Fotografenhandwerk vor der Handwerkskammer Düsseldorf abgelegt. Seit 1999 arbeite ich in meinen eigenen Studioräumen in Neukirchen-Vluyn.
Über viele Jahre habe ich außerdem selbst ausgebildet. Zehn Auszubildende haben in meinem Studio ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und arbeiten heute in ihrem Traumberuf. Auch das gehört zu meinem beruflichen Weg: Fotografie nicht nur auszuüben, sondern das Handwerk weiterzugeben.

Stationen, Ausstellungen und freie Arbeiten
1963
Geboren am 17. Dezember in Krefeld
1982
Start als Berufsfotograf
bis 1991
Freier Fotojournalist für verschiedene lokale, nationale und internationale Zeitungen und Zeitschriften
seit 1992
Werbe- und Industriefotografie mit Schwerpunkten in Produkt, Architektur, Food und People
1994
Meisterprüfung im Fotografenhandwerk vor der Handwerkskammer Düsseldorf
seit 1999
Eigene Studioräume in Neukirchen-Vluyn
Ausbildung von Fotograf:innen im eigenen Betrieb; zehn Auszubildende haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen
2005 bis 2016
Mitglied des Vorstandes der Fotografeninnung Duisburg
Mitglied des Gesellenprüfungsausschusses der Innungen Duisburg und Essen
seit 2006
Dozent in Workshops für Auszubildende, fotografischen Nachwuchs und Foto-Amateure
Neben der Auftragsfotografie gab und gibt es immer wieder freie Projekte. Für mich sind diese Arbeiten wichtig, weil sie aus eigenem Interesse entstehen. Ohne Kundenauftrag, aber nicht ohne Anspruch.
Freie Projekte geben Raum für Themen, die mich reizen. Für Bildideen, die nicht in ein Briefing passen. Für Kalender, Ausstellungen oder fotografische Serien, die einfach entstehen, weil ich Lust darauf habe und weil Fotografie für mich nicht nur Beruf ist.
1992
Ausstellung „STÜHLE“ im Kulturforum Kempen
1996
Ausstellung „GEORG TRAKL“ im Klinikum Krefeld
1997
Ausstellung „GEORG TRAKL“ und „HEINRICH HEINE“ im Finanzministerium Düsseldorf
Ausstellung „HEINRICH HEINE“ in der VHS Dorsten
Ausstellung „HEINRICH HEINE“ im Haus der Begegnung Ulm
2000
Ausstellung „HEINE À LA CARTE“ im 3K Düsseldorf
Freies Kalenderprojekt „LICHTJAHR 2000“ mit Melanie Strazar und Elke Büttner
2001
Freies Kalenderprojekt „LICHTJAHR 2001“ mit Melanie Strazar und Elke Büttner
2002
Freies Kalenderprojekt „ABENDLICHT NIEDERRHEIN 2002“ mit Melanie Strazar und Elke Büttner
„Quersehen“ – Ausstellung im Schlosspark Düsseldorf-Benrath zur EUROGA 2002+
2005
Freies Kalenderprojekt „BODY & SPORTS“
Freies Kalenderprojekt für die Freiwillige Feuerwehr Neukirchen-Vluyn zur Restaurierung des historischen Leiterwagens
Gemeinschaftsausstellung der Fotografeninnung Duisburg in Düsseldorf, Berlin, Duisburg und Wesel
„Lieblingsspeisen” – Ein Kochbuch von Kreativen
2006
„Body & Golf”, Freies Kalenderprojekt im Jahre 2006 mit einer parallelen Foto-Ausstellung im Dorint-Hotel Krefeld.
2012
„Unser Niederrhein 2012” Fotokalender mit Landschaftsaufnahmen vom Niederrhein.
„100 Jahre Fotografeninnung Duisburg” – Eine Gemeinschaftsausstellung der Fotografen-Innung Niederrhein im Landtag Düsseldorf und sechs weiteren Städten im Jahre 2012.
„Neukirchen Nord - Experten vor Ort” – Gewerbebetriebe im Gewerbepark Neukirchen-Nord werden vorgestellt. Fotoausstellung in der Sparkasse am Niederrhein und im Rathaus Neukirchen-Vluyn
2022
„RAW & beauty - Kalender 2022” – Fotoprojekt. Unser Anspruch: Jeder Wertstoff soll der Star in seinem Foto sein. Mal als Museumsobjekt, mal surreal.
Wissen weitergeben
Fotografie ist für mich nicht nur Erfahrung, sondern auch Handwerk. Und Handwerk lebt davon, dass es weitergegeben wird.
Über viele Jahre habe ich als Fotografenmeister ausgebildet. Zehn Auszubildende haben in meinem Studio erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen und arbeiten heute in ihrem Traumberuf. Diese Zeit war auch für mich wertvoll, denn wer jungen Menschen ein Handwerk vermittelt, muss sehr genau wissen, warum er etwas tut – und wie er es erklären kann.
Darüber hinaus habe ich mich in der Ausbildung und Prüfung des fotografischen Nachwuchses engagiert, unter anderem im Gesellenprüfungsausschuss. Für Auszubildende, Berufseinsteiger und Foto-Amateure habe ich außerdem Workshops und individuelle Beratungen angeboten.
Auch wenn ich heute keine Ausbildungsplätze mehr anbiete, bleibt dieser Teil meines beruflichen Weges wichtig. Er steht für einen Anspruch, der meine Arbeit bis heute prägt: Fotografie ernst nehmen, genau hinsehen und das eigene Können nie als selbstverständlich betrachten.
Fotografie bleibt lebendig
Auch nach vielen Jahren ist Fotografie für mich kein abgeschlossener Vorgang. Sie verändert sich mit Technik, Medien, Sehgewohnheiten und Aufgaben. Was bleibt, ist der Anspruch an gutes Handwerk, an den richtigen Blick und an Bilder, die nicht beliebig sind.
